Novo Nordisk legt Jahreszahlen 2025 vor: Starkes Wachstum trotz Prognosesenkungen – Auswirkungen auf die Pharma-Aktie
Können die Jahreszahlen 2025 von Novo Nordisk den Kurs der Aktie wieder nach oben drehen? Heute, am 4. Februar 2026, legt der dänische Pharmariese seine finalen Zahlen für 2025 vor, und Analysten erwarten einen Umsatz von rund 76,85 Milliarden DKK im Q4 – trotz prognostizierter Einbrüche. Während Blockbuster wie Wegovy und Ozempic das Wachstum antrieben, schockierten wiederholte Prognosekürzungen die Märkte. Gewinner könnten Pharma-Aktien mit Fokus auf Adipositas-Medikamente sein, Verlierer Konkurrenz wie Eli Lilly, falls Novo Nordisk überzeugt.
Starkes Q3-Wachstum als Basis für das Jahr
Im dritten Quartal 2025 verdreifachte Novo Nordisk seinen Gewinn, während die Marge auf 5,2 Prozent anstieg. Der bereinigte Betriebsgewinn wuchs um 15 Prozent in DKK und sogar 21 Prozent bei konstanten Wechselkursen (CER). Restrukturierungskosten von 9 Milliarden DKK belasteten zwar, doch der Fokus auf Straffung der Abläufe und Optimierung der Kapitalallokation zeigte Wirkung.Aktiencheck.de berichtet detailliert.
Der Gesamtumsatz im Segment Diabetes und Adipositas kletterte auf 215,7 Milliarden DKK, mit Plus von 12 Prozent in DKK und 15 Prozent CER. US-Umsatz stieg um 12 Prozent (15 Prozent CER), international um 13 Prozent (16 Prozent CER). Dies unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach Wegovy und Ozempic inmitten globaler Trends zu Gewichtsmanagement.
- US-Markt: +12% Wachstum durch Brutto-Netto-Effekte
- International: +13% dank starker Nachfrage
- Adipositas-Segment: Treiber des Erfolgs mit Potenzial über 100 Milliarden USD
Mehrmalige Prognosesenkungen belasten das Vertrauen
Novo Nordisk korrigierte seine Jahresprognose für 2025 mehrmals nach unten – viermal insgesamt. Die finale Spanne liegt bei 8-11 Prozent Umsatzwachstum (CER) und 4-7 Prozent Betriebsgewinnwachstum, eingepreist mit einem negativen Transformationseffekt von 8 Milliarden DKK. Früher lagen die Erwartungen bei 13-21 Prozent Umsatzplus.Börse-Express hebt den Schock für Anleger hervor.
Nach neun Monaten stand ein Umsatzplus von 12 Prozent auf 230 Milliarden DKK, operativer Gewinn +5 Prozent auf 96 Milliarden DKK. Der Konzerngewinn wuchs um 4 Prozent auf 75,5 Milliarden DKK, belastet durch Abschreibungen für 9.000 Stellenabbau. Analysten prognostizieren für das volle Jahr 2025 einen Umsatz von 307,31 Milliarden DKK und EPS von 23,48 DKK.
Diese vorsichtige Haltung spiegelt makroökonomische Herausforderungen wider, doch das Management betont langfristiges zweistelliges Wachstum durch Pipeline-Erweiterung auf metabolische und seltene Erkrankungen.
- Prognose Q4 2025: Umsatz 76,85 Mrd. DKK (Einbruch -10,31% erwartet)
- Jahresumsatz 2025: 10% Plus auf 309,1 Mrd. DKK
- Operativer Gewinn: +6% auf 127,7 Mrd. DKK
Strategische Restrukturierung und Markttrends
CEO Mike Doustdar treibt eine umfassende Transformation voran: Effizienzsteigerung, schnellere Produktentwicklung und Kapitaloptimierung. Trotz Q3-Sonderkosten schrumpfte der operative Gewinn nicht dauerhaft, da bereinigte Werte robust blieben. Der globale Adipositas-Markt boomt, mit Novo Nordisk als Leader.Finanzen.net analysiert den Ausblick.
Vergleichbar mit Infineons FY 2025-Ergebnissen, zeigt Novo Nordisk moderate Wachstumsaussichten, getrieben von Innovationen. Historisch lieferte das Unternehmen 18 Prozent durchschnittliches Umsatzwachstum und 19,1 Prozent Gewinnwachstum über fünf Jahre, mit 34,78 Prozent Marge.
- Free Cashflow-Rendite: 7,22 Prozent
- KGVe: 11,5 (Ø 5 Jahre: 30,0)
- Neue Fokusgebiete: Metabolische Erkrankungen jenseits Diabetes
Aktienreaktion und Chartanalyse
Die Aktie (ISIN: DK0062498333) stürzte bei Prognosesenkungen ab, doch Chartanalysen sehen Potenzial für Trendwende. Heutige Zahlen sind entscheidend: Erwartet werden 11,96 Milliarden USD Umsatz und 89 Cent EPS im Q4.
In einer Ära steigender Arbeitslosigkeit, wie in deutschen Arbeitslosenzahlen Januar 2026, könnten defensive Pharma-Aktien punkten.
Neue Wissenspunkte: Erstens, GLP-1-Wachstum wurde nach unten korrigiert, bleibt aber Kern. Zweitens, Stellenabbau von 9.000 signalisiert Kostendruck. Drittens, Cashflow-Prognose bei 35-45 Mrd. DKK unterstreicht Stabilität.
Analyse: Novo Nordisk-Aktie kaufen, da langfristiges Potenzial trotz Kurzfristdruck überwiegt; Eli Lilly halten oder verkaufen bei anhaltender Konkurrenzdruck. Für die Wirtschaft: Vorteile durch Job-Schaffung in Biotech und Kosteneinsparungen via Prävention; Nachteile Risiken von Monopolen und Preiserhöhungen. Zukunft: Erwartetes Wachstum auf zweistellige Raten bis 2030 durch Pipeline, Adipositas-Markt-Expansion und EU-Kapitalmarktunion.



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