Internationaler Frühschoppen: Deutschlands Rolle unter Merz – Mehr Macht durch wirtschaftliche Stärke trotz Trump-Zöllen und Ukraine-Krieg
Wie kann Deutschland unter Friedrich Merz‘ Führung trotz Trumps aggressiver Zollpolitik und des anhaltenden Ukraine-Kriegs seine wirtschaftliche Vormachtstellung sichern? Die US-Exporte Deutschlands brachen 2025 um 9,4 Prozent ein, von 150 Milliarden auf 135,8 Milliarden Euro, was den Handelsüberschuss auf den niedrigsten Stand seit 2021 schrumpfen ließ.Trumps Zölle trafen besonders Autobauer hart, deren Exporte um 17,5 Prozent sanken. Gewinner könnten resilientere Exporteure wie Pharmaunternehmen sein, während Autoaktien wie Volkswagen oder BMW unter Druck geraten.
Trump-Zölle: Der Schlag gegen die deutsche Exportmaschine
Die Zollmaßnahmen von US-Präsident Donald Trump haben die deutsche Wirtschaft 2025 spürbar getroffen. Von Januar bis November fielen die Exporte in die USA um 9,4 Prozent auf 135,8 Milliarden Euro, während Importe aus den USA um 2,2 Prozent stiegen. Besonders betroffen waren der Automobilsektor mit einem Einbruch von 17,5 Prozent auf 26,9 Milliarden Euro und der Maschinenbau mit minus 9 Prozent auf 24 Milliarden Euro. Pharmazeutika hingegen wuchsen leicht um 0,7 Prozent.
Trotz solcher Rückschläge bleibt die USA Deutschlands wichtigstes Exportland außerhalb der EU. Das ifo Institut warnt vor weiteren Einbußen: Bei 20-Prozent-Zöllen auf EU-Importe könnten deutsche Exporte in die USA um 15 Prozent sinken, mit einem Gesamtschaden von 33 Milliarden Euro. Ergänzt durch indirekte Effekte auf China-Exporte ergäbe sich ein doppelter Schlag.
- Automobilindustrie: Stärkste Verluste durch hohe Zölle auf Fahrzeuge und Teile.
- Maschinenbau: Rückgang um 9 Prozent, abhängig von US-Nachfrage.
- Chemie und Pharma: Relativ stabil, teilweise Wachstum.
Neue BASF-Zahlen zeigen, wie Chemieunternehmen trotz Umsatzrückgängen Nettogewinne steigern – ein positives Signal für defensive Sektoren.
Merz‘ Vision: Wirtschaftliche Stärke als geopolitische Macht
Friedrich Merz, designierter Kanzlerkandidat der CDU, propagiert eine Politik der wirtschaftlichen Souveränität. Unter seiner Führung soll Deutschland durch Diversifizierung von Märkten und Investitionen in Technologie mehr Macht gewinnen. Positiv: Das industrielle Auftragspolster wuchs im November 2025 um 1,8 Prozent – der vierte Zuwachs in Folge. Experten wie Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe sehen hier eine füllende Pipeline, die trotz Zöllen Stabilität signalisiert.
Der Ukraine-Krieg verstärkt diese Notwendigkeit. Energiepreise und Lieferkettenstörungen belasten die Wirtschaft, doch Merz plädiert für erhöhte Verteidigungsausgaben und EU-weite Handelsstrategien. KPMG hebt hervor, dass Trumps Executive Orders – wie 10-Prozent-Mindestzölle und 50-Prozent-Zölle auf Stahl – Lieferketten umkrempeln. Deutschland, mit seinem 69,9-Milliarden-Handelsüberschuss, steht im Fokus.
Auftragspolster als Hoffnungsträger
Das wachsende Auftragsbuch deutet auf Erholung hin. Im Vergleich zu 2024, als Exporte schrumpften, stieg 2025 das Gesamtwachstum leicht an – ein Mini-Plus von 0,2 Prozent. Fast jeder vierte Job hängt vom Export ab, unterstreicht das Statistische Bundesamt.
- November-Zuwachs: +1,8 Prozent.
- Vier Monate kontinuierliches Wachstum.
- Fiskalpakete als Booster erwartet.
Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Lieferketten
Der Ukraine-Krieg verschärft die Herausforderungen. Rohstoffengpässe, insbesondere Seltene Erden aus China, drohen durch US-Zölle und geopolitische Spannungen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) berechnet Milliardenverluste für die EU bei 50-Prozent-Strafzöllen. Deutsche Firmen müssen Lieferketten umbauen, z. B. durch Nearshoring in Osteuropa.
Trotzdem: Deutsche Exporte insgesamt stiegen 2025 trotz Trump, nach zwei Schrumpfjahren. Dies gibt Hoffnung auf Resilienz unter Merz.
Analyse und Investoren-Empfehlungen
Konkrete Aktien-Empfehlungen:
- Kaufen: Deutsche Telekom und Pharma-Aktien wie Bayer – resilient gegenüber Zöllen, starkes Wachstum.
- Halten: Chemie wie BASF, trotz Umsatzdruck höhere Gewinne.
- Verkaufen oder verkürzen: Autoaktien wie Volkswagen, BMW – hohe Exposition zu US-Märkten.
Vor- und Nachteile für die Wirtschaft:
- Vorteile: Förderung von Diversifizierung, Innovation und innerer Nachfrage; Auftragspolster schützt vor Rezession.
- Nachteile: Jobverluste in Exportsektoren, höhere Preise, Wachstumsbremse um bis zu 0,5 Prozentpunkte.
Zukunftsausblick: Unter Merz erwartet ein stärkeres Europa mit bilateralen Deals jenseits der USA. Bis 2027 könnten Zölle eskalieren, doch Tech- und Grüne Sektoren boomen. Wachstum von 1 Prozent 2026 möglich, wenn Aufträge in Produktion umgesetzt werden.
Investoren sollten auf defensive Titel setzen und Diversifizierung priorisieren – Merz‘ Stärke könnte Deutschland zum geopolitischen Gewinner machen, wenn Zölle gemeistert werden.



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