Capgemini legt Geschäftsjahr 2025 Zahlen vor – IT-Dienstleister mit potenziell starkem Wachstum erwartet
Capgemini hat die Geschäftszahlen für 2025 vorgelegt und überrascht Investoren mit einer deutlichen Beschleunigung des Wachstums. Der französische IT-Dienstleister und Beratungskonzern meldete einen Umsatz von 22,46 Milliarden Euro, was einem währungsbereinigten Wachstum von 3,4 Prozent entspricht – deutlich über der im Oktober 2025 angehobenen Prognose von 2,0 bis 2,5 Prozent.[2] Besonders bemerkenswert: Das vierte Quartal zeigte einen Sprung von 10,6 Prozent auf Jahresbasis, getrieben durch strategische Akquisitionen und eine explodierend wachsende Nachfrage nach generativer KI. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob dieser Schwung in 2026 anhalten wird – oder ob sich hier eine Korrektur anbahnt.
Die Transformation zu KI und Cloud als Wachstumstreiber
Der Auftrieb bei Capgemini lässt sich auf ein zentrales Phänomen zurückführen: Die Verlagerung von Unternehmensausgaben in Richtung künstlicher Intelligenz und Cloud-Services. Aufträge mit generativer KI machten 2025 bereits über 8 Prozent der jährlichen Auftragseingänge aus – im vierten Quartal sogar über 10 Prozent.[2] Dies deutet darauf hin, dass Capgemini als großer Transformationspartner für Unternehmen weltweit zunehmend von der KI-Welle profitiert.
Der Geschäftsbereich Anwendungen & Technologie, der 62 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, wuchs im dritten Quartal 2025 um 5,7 Prozent.[1] Dieser Bereich konzentriert sich genau auf die Dienste, die Firmen benötigen, um ihre digitale Transformation voranzutreiben – ein Trend, der sich in den Ergebnissen deutlich abzeichnet. Parallel dazu zeigten Finanzdienstleistungen mit 8,5 Prozent Wachstum die stärkste Dynamik unter den Sektoren, gefolgt von Telekommunikation, Medien und Technologie mit 7,2 Prozent.[1]
Die Auftragseingänge beliefen sich 2025 auf insgesamt 24,36 Milliarden Euro, mit einem starken Book-to-Bill-Verhältnis von 1,08 im ersten Halbjahr 2025.[4] Ein solches Verhältnis über 1,0 signalisiert, dass mehr Aufträge eingehen als fakturiert werden – ein Hinweis auf Wachstumspotenzial in den kommenden Quartalen.
Regionale Diskrepanzen und die europäische Schwachstelle
Während Capgemini global betrachtet beschleunigt, zeigt sich bei genauerem Hinsehen eine ungleichmäßige geografische Entwicklung. Nordamerika, das 29 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, wuchs im dritten Quartal 2025 um 7,0 Prozent, während die Region Asien-Pazifik & Lateinamerika mit 13,6 Prozent alle anderen Märkte überflügelte.[1] Großbritannien und Irland demonstrierten mit 9,0 Prozent Wachstum ebenfalls robuste Dynamik.
Problematischer ist die Situation in Europa: Frankreich verzeichnete einen Rückgang von 4,7 Prozent, während das restliche Europa um 1,5 Prozent schrumpfte.[1] Dies wirft Fragen über die wirtschaftliche Widerstandskraft auf dem europäischen Kontinent auf – besonders in einem Umfeld, in dem Capgemini mit anderen europäischen Tech-Unternehmen um Marktanteile konkurriert.
Rentabilität und operative Effizienz unter Druck
Trotz des Umsatzwachstums zeigen sich bei der Profitabilität Risse. Das bereinigte Ergebnis pro Aktie (EPS) stieg zwar um 5,8 Prozent auf 12,95 Euro.[2] Das reguläre EPS fiel jedoch um 3,7 Prozent auf 9,46 Euro.[2] Diese Divergenz deutet darauf hin, dass operative Herausforderungen und möglicherweise höhere Restrukturierungskosten die Gewinne unter Druck setzen.
Die operative Gewinnmarge für 2025 lag bei 13,3 Prozent – stabil, aber nicht beeindruckend in einem Wachstumsumfeld.[3] Der organische Free Cashflow erreichte etwa 1,95 Milliarden Euro, was unter den ursprünglichen Erwartungen lag.[3] Für 2026 wird ein organischer Free Cashflow zwischen 1,8 und 1,9 Milliarden Euro prognostiziert – eine leichte Reduktion, was Capgemini auf



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