BASF veröffentlicht Geschäftsjahr 2025 Bericht: Höherer Nettogewinn trotz Umsatzrückgang – Auswirkungen auf Chemieindustrie und Aktienmarkt

BASF veröffentlicht Geschäftsjahr 2025 Bericht: Höherer Nettogewinn trotz Umsatzrückgang – Auswirkungen auf Chemieindustrie und Aktienmarkt

Kann BASF trotz rückläufigem Umsatz von 59,7 Milliarden Euro auf 61,4 Milliarden Euro im Vorjahr überzeugen? Der Chemieriese BASF hat heute, am 27. Februar 2026, seinen Jahresbericht 2025 veröffentlicht und zeigt einen höheren Nettogewinn von 2.665 Millionen Euro gegenüber 2.704 Millionen Euro im Vorjahr – ein positives Signal in unsicheren Zeiten. Während der DAX zögert, könnten Chemieaktien wie BASF profitieren, doch Konkurrenz wie Aixtron oder Tech-Riesen wie Nvidia verlieren an Boden, wenn traditionelle Industrie stabilisiert.

Finanzielle Kernzahlen im Überblick

Der Jahresabschluss der BASF SE offenbart gemischte Ergebnisse. Umsatzerlöse sanken auf 21.040 Millionen Euro von 21.791 Millionen Euro, bedingt durch höhere Herstellungskosten von 17.951 Millionen Euro.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich leicht auf 3.089 Millionen Euro. Das Finanzergebnis stieg auf 4.450 Millionen Euro, was zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 2.865 Millionen Euro führte. Nach Steuern von 200 Millionen Euro ergab sich der Jahresüberschuss von 2.665 Millionen Euro.

Die Bilanz zeigt ein stabiles Eigenkapital von 23.864 Millionen Euro, mit Gewinnrücklagen von 16.895 Millionen Euro. Im Halbjahr 2025 sank der Umsatz auf 33.171 Millionen Euro, EBITDA vor Sondereinflüssen auf 4.4 Milliarden Euro.

  • Umsatzrückgang durch negative Preisentwicklungen in Segmenten wie Chemicals und Nutrition & Care.
  • EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen bei 13,3 Prozent, nach 13,9 Prozent im Vorjahr.
  • Free Cashflow negativ bei -1,3 Milliarden Euro im ersten Halbjahr.

Segmententwicklung und Herausforderungen

Im Segment Chemicals dominierten niedrigere Margen bei Petrochemicals aufgrund globaler Überkapazitäten. Industrial Solutions und Materials verzeichneten Rückgänge durch höhere Fixkosten und sinkende Preise.

Positive Entwicklungen zeigten Surface Technologies und Agricultural Solutions, wo Mengenwachstum Preiseffekte ausglich. Nutrition & Care litt unter Portfolioeffekten wie der Veräußerung des Flockungsmittel-Geschäfts.

Im dritten Quartal 2025 sank der Umsatz auf 14.328 Millionen Euro, EBIT vor Sondereinflüssen auf 594 Millionen Euro. Der Exit aus dem Öl- und Gasgeschäft war ein Meilenstein, doch operative Ergebnisse standen unter Druck durch Konjunktur und Währungseffekte.

  • Petrochemicals: Rückläufige Mengen und Preise durch Überkapazitäten.
  • Performance Materials: Leichter EBITDA-Rückgang trotz Mengenanstieg.
  • Agricultural Solutions: EBITDA-Marge auf 30 Prozent gestiegen.

Strategische Maßnahmen und Ausblick

BASF behauptete sich unter geopolitischen und regulatorischen Herausforderungen. Der Aktienrückkauf soll Investoren trösten, während die Dividende sinkt. Prognosen für 2025 sehen EBITDA vor Sondereinflüssen bei 7,3–7,7 Milliarden Euro und Free Cashflow bei 0,4–0,8 Milliarden Euro.

CO2-Emissionen sollen auf 16,7–17,7 Millionen Tonnen sinken, was Nachhaltigkeitsziele unterstreicht, ähnlich wie bei Allianz.

Neue Wissenspunkte: Erstmals übertraf der Nettogewinn trotz Umsatzrückgang Erwartungen durch starkes Finanzergebnis. Der Free Cashflow überraschte positiv im Jahresvergleich. Portfolio-Anpassungen wie der Öl-Gas-Exit stärken die Bilanz langfristig.

  • Ausblick Q4: Erholung in Core Businesses erwartet.
  • Nachhaltigkeit: Fokus auf Netto-Null-Ziele.
  • Digitalisierung: Cloud-Technologien in der Produktion.

Analyse: BASF-Aktie kaufen – stabiles Wachstumspotenzial durch Diversifikation; Linde und Air Liquide halten für Synergien in Chemie; Verkaufen Sie Covestro bei anhaltenden Margendruck. Für die Wirtschaft: Vorteile durch Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeit (bis 2 Prozent BIP-Beitrag in Europa), Nachteile via Überkapazitäten und Energiepreisen (Risiko für 1 Prozent Wachstumsdämpfung). Zukunft: Erwarten Sie Erholung 2026 mit 5 Prozent Umsatzplus durch KI-gestützte Prozesse und Grüne Chemie, vergleichbar mit Snowflake-Trends.

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