Aixtron präsentiert Geschäftszahlen 2025: Halbjahrerholung nach schwachem Start

Aixtron präsentiert Geschäftszahlen 2025: Halbjahrerholung nach schwachem Start

Der Halbleiterausrüstungshersteller Aixtron zeigt sich nach einem durchwachsenen ersten Quartal zunehmend stabiler. Mit Gesamtumsätzen im ersten Halbjahr 2025 von 243,8 Millionen Euro und einer bestätigten Jahresprognose von 530 bis 600 Millionen Euro Umsatz demonstriert das Unternehmen Widerstandskraft in einem volatilen Marktumfeld. Doch die Realität hinter diesen Zahlen ist differenzierter: Einmalaufwendungen, personelle Umstrukturierungen und Währungseffekte prägen die operative Entwicklung nachhaltig.

Das erste Quartal 2025: Volatilität und Einmaleffekte

Das erste Quartal 2025 verdeutlicht die Herausforderungen, denen sich Aixtron gegenübersieht. Mit Umsatzerlösen von 112,5 Millionen Euro lag die Gesellschaft zwar über der eigenen Prognosespanne von 90 bis 110 Millionen Euro, unterschritt aber das Vorjahresniveau um 5 Prozent.[1] Die Bruttomarge fiel auf 30 Prozent (Vorjahr: 37 Prozent) – ein erheblicher Rückgang, der nicht allein auf geringere Volumina zurückzuführen ist.

Besonders bemerkenswert sind die Einmalaufwendungen in der operativen Bilanz. Das Betriebsergebnis (EBIT) schrumpfte auf 3,3 Millionen Euro mit einer EBIT-Marge von nur 3 Prozent, während das Vorjahresquartal noch 9,9 Millionen Euro erwirtschaftete. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf Restrukturierungsmaßnahmen und Einmaleffekte zurückzuführen, die das Unternehmen belasteten. Ohne diese einmaligen Aufwendungen würde die operative Leistung deutlich besser darstellen, signalisiert aber gleichzeitig erhebliche strukturelle Anpassungen im Unternehmen.

Halbjahreserholung und verbesserte Produktmischung

Das zweite Quartal brachte eine deutliche Verbesserung. Mit Umsatzerlösen von 131,8 Millionen Euro im zweiten Quartal beschleunigte sich das Geschäft merklich gegenüber dem ersten Jahresviertel. Auf Halbjahresbasis erreichte Aixtron Umsatzerlöse von 243,8 Millionen Euro, wobei das Betriebsergebnis (EBIT) auf 26,9 Millionen Euro anwuchs – ein Anstieg von 18 Prozent zum Vorjahreshalbjahr.[2]

Dieser Aufschwung wird primär durch einen verbesserten Produktmix und reduzierte Betriebsaufwendungen getragen. Aixtron gelang es, die F&E-Aufwendungen zu senken und gleichzeitig rentablere Produktlösungen zu fokussieren. Auch die verringerten Kosten für externe Leistungen und Verbrauchsmaterialien trugen positiv zum Betriebsergebnis bei. Die Bruttomarge stabilisierte sich im Halbjahr auf 36 Prozent – immer noch unter den Zielmargen, aber ein Indiz für operative Normalisierung.

Anpassungen der Jahresprognose und Währungseffekte im dritten Quartal

Im dritten Quartal kam es zu einer strategischen Anpassung der Jahresprognose. Aixtron reduzierte die Umsatzerwartung auf einen Korridor von 530 bis 565 Millionen Euro – eine Reduktion der oberen Spanne gegenüber der ursprünglichen Prognose von 530 bis 600 Millionen Euro.[4] Diese Korrektur wird hauptsächlich auf Währungseffekte und ein schwächeres Marktumfeld im dritten Quartal zurückgeführt.

Das neun-Monats-Betriebsergebnis betrug 42,3 Millionen Euro mit einer EBIT-Marge von 11 Prozent – deutlich unter dem Vorjahresquartal (15 Prozent). Zusätzliche Einmalaufwendungen aus einer Personalreduktion in der Fertigung im ersten Halbjahr belasteten weiterhin die Marge. Währungseffekte reduzierten die prognostizierte Bruttomarge um etwa 1 Prozentpunkt, weshalb Aixtron eine Bruttomarge von 40 bis 41 Prozent und eine EBIT-Marge von 17 bis 21 Prozent für das Gesamtjahr anvisiert.

Strukturelle Umbruch und personelle Maßnahmen

Hinter den Zahlenschichten verbergen sich erhebliche strukturelle Veränderungen. Das Unternehmen führte eine deutliche Personalreduktion durch, insbesondere in der Operationen-Abteilung. Diese Maßnahmen, obwohl kurzfristig belastend durch Einmalaufwendungen, zielen darauf ab, die Kostenstruktur langfristig zu optimieren.

Die Reduktion der F&E-Kosten ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits verbessert sie kurzfristig die Rentabilität und signalisiert operative Disziplin. Andererseits besteht das Risiko, dass Investitionen in zukünftige Technologieführerschaft geschwächt werden – ein kritischer Faktor in einem hochinnovativen Marktsegment, in dem technologische Vorsprünge entscheidend sind.

Marktkontext: Halbleiterausrüstung und geopolitische Dynamiken

Aixtron operiert in einem äußerst dynamischen und politisch geladenen Umfeld. Das Unternehmen ist ein führender Hersteller von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, einer Branche, die zunehmend von geopolitischen Spannungen beeinflusst wird. Die Dominanz asiatischer Kunden – insbesondere aus China – ist dabei ein konstanter Faktor in den Geschäftszahlen.

Die Prognosebestätigung trotz Marktgegenwind deutet darauf hin, dass

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