TeamViewer legt Geschäftsjahr 2025 Bericht vor: Starke Margen, vorsichtiger Ausblick – Remote-Zugriff unter Beobachtung

TeamViewer legt Geschäftsjahr 2025 Bericht vor: Starke Margen, vorsichtiger Ausblick – Remote-Zugriff unter Beobachtung

TeamViewer SE hat kürzlich seinen Geschäftsbericht für 2025 vorgelegt und punktgenau die Prognose erfüllt – doch der Ausblick für 2026 sorgt für Kopfschütteln unter Investoren. Mit einem Umsatz von 767,5 Millionen Euro und einer beeindruckenden bereinigten EBITDA-Marge von 44,3 Prozent demonstriert das Unternehmen operative Stärke. Welche Aktien profitieren von diesem Remote-Zugriff-Pionier, und welche könnten leiden? Enterprise boomt, SMB stockt – ein Signal für Tech-Investoren, die auf KI-getriebene Endpoint-Management-Lösungen setzen.

Finanzergebnisse 2025: Prognose erfüllt, Profitabilität im Fokus

TeamViewer schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem pro-forma-Umsatz von 767,5 Millionen Euro ab, was einem währungsbereinigten Wachstum von 5 Prozent entspricht. Die Analystenerwartungen lagen bei rund 784 Millionen Euro, doch trotz leichter Untertreffung unterstreicht die hohe Profitabilität die Effizienz des Unternehmens. Das bereinigte EBITDA stieg um 8 Prozent auf 340 Millionen Euro, während der bereinigte Gewinn je Aktie um 17 Prozent auf 1,23 Euro kletterte.

CFO Michael Wilkens hob das disziplinierte Kostenmanagement hervor, das Skaleneffekte ermöglichte. Im Vergleich zu volatilen Märkten glänzt TeamViewer mit Cashflow-Stärke. Analysten sehen hier harte Währung: Hohe Margen in Zeiten, da Wachstum oft teuer erkauft wird.

  • Umsatz: +5 % cc auf 767,5 Mio. EUR
  • ARR: +2 % cc auf 759,7 Mio. EUR
  • EBITDA-Marge: 44,3 %
  • Gewinn je Aktie: +17 % auf 1,23 EUR

Der IFRS-Nettogewinn sank leicht um 4 Prozent auf 118,2 Millionen Euro, hauptsächlich durch Währungseffekte und Zinsaufwendungen nach der 1E-Übernahme. Operativ bleibt das Geschäft robust.

Segmentanalyse: Enterprise als Wachstumsmotor, SMB im Schwulst

Das Bild beim Annual Recurring Revenue (ARR) ist geteilt. Das Enterprise-Segment wuchs pro-forma um 11 Prozent auf 241,0 Millionen Euro, mit einem reinen TeamViewer-Anteil von +19 Prozent. Highlights: Der größte Frontline-Deal der Firmengeschichte in den USA und starke Großabschlüsse.

Im Kontrast dazu schrumpfte der SMB-ARR um 1 Prozent auf 518,7 Millionen Euro. Hier laufen Umbau-Prozesse, beeinflusst durch Marktschwäche. Die Integration der 1E-Akquisition spielt eine Rolle, stärkt aber langfristig das Enterprise-Angebot.

  • Enterprise-ARR: +11 % (rein +19 %)
  • SMB-ARR: -1 %
  • Großkunden-Deals treiben Premium-Segment

Diese Divergenz unterstreicht einen Trend: Enterprise-Kunden priorisieren skalierbare Remote-Lösungen, während SMBs budgetbeschränkt sind.

Innovationen und Strategie: KI und Autonomous Endpoint Management

TeamViewer positioniert sich als Leader in KI-basierter, autonomer IT. Die Plattform TeamViewer ONE integriert Endpoint Management, Remote Connectivity, KI und Digital Employee Experience (DEX). Frühe Erfolge: Über 13.500 Kunden nutzen Session Insights für automatisierte Support-Dokumentation.

CEO Oliver Steil betont Prioritäten für 2026: Produktinvestitionen, Go-to-Market-Beschleunigung und SMB-Belebung. Vergleichbar mit Cloudflare’s KI-Fokus, zielt TeamViewer auf mittelfristiges Wachstum im mittleren einstelligen Bereich ab.

Beispiel: Die 1E-Integration erweitert DEX-Fähigkeiten, adressiert Hybrid-Work-Herausforderungen. Statistiken zeigen: Remote-Zugriff-Markt wächst bis 2030 um 12 % jährlich, getrieben von KI-Automatisierung.

Ausblick 2026: Vorsicht walten lassen

Für 2026 prognostiziert TeamViewer 0–3 % Umsatzwachstum (cc), bei EBITDA-Marge von ~43 Prozent. Begründung: Volatiles Marktumfeld und ARR-Vorsicht. Dennoch: Hohe Profitabilität bleibt. Wie bei ams OSRAM könnte der defensive Ton die Aktie bremsen, birgt aber Upside-Potenzial.

TeamViewer-Aktie kaufen: Solide Margen und KI-Push machen sie attraktiv für Langfrist-Investoren – Zielkurs 15–18 EUR. Verkaufen: SMB-Schwäche und stagnierender Ausblick machen Splunk- oder Zoom-Konkurrenten riskant, halten Sie Remote-Pure-Plays. Wirtschaftlich: Vorteile durch effiziente Remote-IT (Produktivitätsgewinne +20 %), Nachteile via Jobverdrängung in Support-Rollen. Zukunft: Bis 2030 KI-Dominanz in Endpoint-Management, TeamViewer als Top-3-Spieler mit 10 %+ Wachstum post-2026.

Keywords: TeamViewer, Geschäftsjahr 2025, EBITDA-Marge, Enterprise-Wachstum, Autonomous Endpoint Management

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