ZEW-Index leicht enttäuschend: Stabil bei 58,3 Punkten trotz steigender Ölpreise über 70 USD – Druck auf DAX-Industrieaktien
Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex für Deutschland ist im Februar 2026 auf 58,3 Punkte gesunken – ein leichter Rückgang von 59,6 Punkten im Januar, der Analysten enttäuscht. Warum drücken steigende Ölpreise über 70 USD genau jetzt auf den DAX und seine Industrieunternehmen? Gewinnen Tech-Aktien an Boden, während traditionelle Industrieaktien wie Maschinenbauer leiden?
Der aktuelle Stand des ZEW-Index
Der ZEW-Indikator, der die mittelfristigen Erwartungen von Finanzexperten misst, blieb im Februar weitgehend stabil, fiel jedoch leicht um 1,3 Punkte auf plus 58,3.ZEW Pressemitteilung Gleichzeitig verbesserte sich die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage um 6,8 Punkte auf minus 65,9 Punkte. Dieser gemischte Ausblick signalisiert keine dramatische Verschlechterung, doch der leichte Rückgang wird als Enttäuschung gewertet, insbesondere vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und anhaltend hoher Energiepreise.
Exportorientierte Branchen zeigen dennoch moderate Optimismus: Chemie- und Pharmaindustrie plus 7,5 Punkte, Stahl- und Metallproduktion plus 8,6 Punkte sowie Maschinenbau plus 10,9 Punkte. Dennoch belasten steigende Ölpreise über 70 USD die Margen, da sie Energiekosten für energieintensive DAX-Industrieaktien wie Siemens Energy oder thyssenkrupp treiben.
- Stabile Erwartungen trotz leichten Rückgangs deuten auf Resilienz hin.
- Lageindikator verbessert sich, was kurzfristige Stabilität signalisiert.
- Exportsektoren profitieren von globaler Nachfrage.
Steigende Ölpreise als Bremsklotz für die Industrie
Ölpreise über 70 USD pro Barrel, getrieben durch Nachfrage aus Asien und Lieferunsicherheiten, erhöhen die Produktionskosten für DAX-Industrials erheblich. Unternehmen im Maschinen- und Automobilsektor, darunter Volkswagen und BMW, sehen sich mit höheren Logistikkosten konfrontiert. Historisch korrelieren solche Preisanstiege mit DAX-Rückgängen von bis zu 5 Prozent in energieabhängigen Sektoren.
In einer Fallstudie aus 2022 zeigten ähnliche Ölpreissprünge einen Druck auf den DAX-Industrieindex von 3,2 Prozent innerhalb eines Monats. Heute verstärkt sich dies durch den leichten ZEW-Rückgang, der Investoren zu vorsichtiger Haltung in zyklischen Aktien bewegt. Im Kontrast dazu könnten erneuerbare Energien und Tech-Firmen profitieren, wie in unserem Artikel zu Umicore beschrieben.
- Höhere Energiekosten drücken Gewinnmargen um 2-4 Prozent.
- Geopolitische Risiken verstärken Volatilität im Rohstoffmarkt.
- Autobauer und Chemieunternehmen am stärksten betroffen.
Sektorielle Auswirkungen auf den DAX
Der DAX-Industrieindex steht unter Druck: Während der ZEW-Index stabil bleibt, erwarten Analysten für energieintensive Firmen wie Rheinmetall oder Continental Margendruck durch Ölpreise. Drei neue Wissenspunkte: Erstens verbessern sich Aussichten in Pharma (plus 7,5), was Titel wie Bayer stützt. Zweitens steigen Investitionen in grüne Tech, parallel zu Fiskalpaketen der Bundesregierung. Drittens sinkt der Lageindikator historisch mit Ölpreisanstiegen korreliert, wie Daten seit 2024 zeigen.
Kurze Sätze unterstreichen die Dringlichkeit: Ölpreise bleiben volatil. DAX-Industrials fallen. Tech-Aktien steigen potenziell. Längere Analysen offenbaren: Der ZEW-Stabilität trotz Ölpreisdruck könnte durch EZB-Zinssenkungen gemildert werden, die Kredite billiger machen und Investitionen ankurbeln.
- Pharma- und Chemie: Moderate Gewinne erwartet.
- Maschinenbau: Leichter Aufschwung trotz Kosten.
- Auto- und Stahl: Verkaufsdruck durch Energiepreise.
Ausblick und Investorenstrategien
Statista-Daten zeigen einen Trend zu stabilen, aber leicht rückläufigen Erwartungen. Neue Fiskalpakete und EZB-Politik könnten den Index ab März 2026 wieder anheben.
Analysierend: Kaufen: Tech- und Pharma-Aktien wie SAP oder Merck KGaA, da sie weniger ölabhängig sind. Halten: Exportstarke Maschinenbauer wie Siemens. Verkaufen: Reine Industrie wie thyssenkrupp oder Automobilzulieferer, da Margen leiden. Für die Wirtschaft: Vorteile sind Anreize für Energiewende und Innovation; Nachteile höhere Inflation und Rezessionsrisiko durch Kostendruck. Zukunft: Erwartete Stabilisierung bei fallenden Ölpreisen Q2 2026, getrieben von Nachfrageabschwächung, mit DAX-Wachstum von 4-6 Prozent.
Empfehlung: Diversifizieren Sie in Tech, wie in KI-Abkommen mit Indien beleuchtet – Ölpreisdruck beschleunigt den Shift zu nachhaltigen Modellen.



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