Tech-Giganten setzen auf Small Modular Reactors: Die nukleare Revolution für KI-Rechenzentren
Der Energiehunger der KI-Rechenzentren explodiert: Bis 2030 könnte der Strombedarf in den USA allein durch Data Centers auf eine Billion Kilowattstunden steigen. Tech-Riesen wie Google, Amazon und Microsoft planen daher den Einsatz von Small Modular Reactors (SMRs), um unabhängig vom instabilen Stromnetz zu werden. Werden Aktien von SMR-Entwicklern wie X-Energy oder Kairos Power explodieren, während traditionelle Energieversorger leiden?
Der wachsende Energiebedarf durch KI und Cloud-Computing
Die Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz treibt den Stromverbrauch in die Höhe. Prognosen deuten darauf hin, dass US-Rechenzentren bald so viel Energie verbrauchen wie ganze Länder. Amazon schätzt, dass der Bedarf in manchen Regionen um 85 Prozent steigt – allein durch neue Data Centers.
Tech-Konzerne können nicht auf erneuerbare Energien allein setzen: Wind und Solar sind wetterabhängig und nicht grundlastfähig. Hier kommen SMRs ins Spiel, kompakte Atomreaktoren, die modular aufgebaut und direkt neben Rechenzentren platziert werden können.
- SMRs liefern konstante, CO2-freie Energie mit hoher Energiedichte.
- Sie benötigen weniger Platz als konventionelle Kraftwerke.
- Erste Projekte zielen auf den Betrieb ab 2030 ab.
Google und Amazon als Vorreiter bei SMR-Investitionen
Google hat einen Vertrag mit Kairos Power geschlossen, um Mini-Reaktoren bis 2030 ans Netz zu bringen. Weitere folgen bis 2035. Diese SMRs sollen Googles Rechenzentren mit zuverlässiger, emissionsfreier Energie versorgen.
Amazon investiert massiv: 500 Millionen Dollar fließen in X-Energy. Zusammen mit Energy Northwest plant der Konzern vier SMRs mit zunächst 320 Megawatt, später 960 Megawatt – genug für 770.000 Haushalte. Das Headquarters in Seattle profitiert direkt. Ergänzend prüft Amazon mit Dominion Energy die Aufrüstung eines alten AKWs.
Microsoft setzt ebenfalls auf Atomenergie, bleibt aber im Hintergrund. Diese Strategien adressieren nicht nur den Bedarf, sondern sichern langfristige Unabhängigkeit.
Der Wettlauf: SMRs gegen Brennstoffzellen
Während SMRs als Zukunftstechnologie gelten, gewinnen Brennstoffzellen an Boden. Oracle kooperiert mit Bloom Energy für flexible, netzunabhängige Systeme, die in 90 Tagen installiert sind. Diese laufen mit Wasserstoff – derzeit grau, bald grün – und skalieren modular von 10 bis 100 Megawatt.
Brookfield pumpt 5 Milliarden Dollar in KI-Rechenzentren mit Bloom Energy. Vorteile: Sofortige Verfügbarkeit, keine langen Genehmigungen. SMRs hingegen kämpfen mit Hürden: NuScale Power erhielt 2025 die Design-Zulassung, doch Bau startet frühestens 2029. Regulatorische Hürden, Kosten und politischer Widerstand bremsen.
- Brennstoffzellen: Schnell, flexibel, aber teurer im Betrieb.
- SMRs: Günstig langfristig, doch Bauzeiten von Jahren.
- RENIX-Aktie stieg nach Brookfield-Deal um 30 Prozent.
Neuer Wissenspunkt: Die USA fördern SMRs mit bis zu 800 Millionen Dollar, getrieben von KI, Krypto und E-Autos. In Deutschland könnte dies eine Renaissance der Atomkraft einleiten, trotz Ausstiegsdebatte.
IT-Sicherheit und Technologievorteile von SMRs
SMRs verbessern die IT-Sicherheit durch dedizierte Energiequellen: Keine Abhängigkeit vom öffentlichen Netz reduziert Ausfallrisiken bei Cyberangriffen oder Überlastungen. Technologisch sind sie passiv sicherer – natürliche Konvektion kühlt ohne Pumpen.
Beispiel: Amazons Pilot mit Redox-Flussbatterien ergänzt SMRs, verzichtet auf Lithium und bietet lange Lebensdauer. Die IEA lobt dies als Lösung für Großspeicher. Statistik: SMRs könnten 77 Megawatt pro Modul liefern, skalierbar auf Gigawatt.
Analyse und Ausblick
Konkrete Aktien-Empfehlungen: Kaufen Sie X-Energy (Partner von Amazon) und Kairos Power (Google), da sie von Tech-Deals profitieren. NuScale Power (NUSCL) halten – NRC-Zulassung ist Meilenstein, aber Bauverzögerungen drohen. Bloom Energy (BE) für Brennstoffzellen kaufen, Oracle (ORCL) halten. Verkaufen Sie traditionelle Netzbetreiber wie Dominion, wenn SMRs Netzunabhängigkeit schaffen.
Vor- und Nachteile für die Wirtschaft:
- Vorteile: Dekarbonisierung, Job-Schaffung in High-Tech (z.B. Mittelstand bei Mini-Reaktoren), stabile Energie für KI-Wachstum, Reduzierung von Blackout-Risiken.
- Nachteile: Hohe Anfangsinvestitionen belasten Bilanzen, regulatorische Risiken verzögern Projekte, Abhängigkeit von Wasserstoff-Importen bei Brennstoffzellen, potenzieller Widerstand gegen Atomkraft.
Zukunftserwartung: Bis 2030 dominieren Brennstoffzellen für schnelle Skalierung, SMRs übernehmen langfristig ab 2035 mit sinkenden Kosten. Hybride Modelle (SMR + Speicher) werden Standard. Globale Ausbreitung erwartet, getrieben von US-Förderung – Europa hinkt nach, könnte aber durch Tech-Druck aufholen.
Investoren sollten diversifizieren: 40 Prozent in SMR-Entwickler, 30 Prozent Brennstoffzellen, Rest Speichertech. Langfristig gewinnt nukleare Basislast – handeln Sie jetzt, bevor Genehmigungen Kurse explodieren lassen.



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