Starke Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe und Neuwagenverkäufe: Signale für die deutsche Industrie im Frühjahr 2026
Haben die frisch veröffentlichten Daten zum Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe für Januar und den Neuwagenverkäufen für Februar einen Konjunkturaufschwung eingeleitet? Der reale Auftragseingang stieg saisonbereinigt um beeindruckende Werte, getrieben von Großaufträgen in Metallerzeugnissen und Fahrzeugbau, während Neuwagenverkäufe y/y Rückgänge zeigen – ein gemischtes Bild, das Aktien wie Siemens und Rheinmetall pushen könnte, aber Automobilaktien wie Volkswagen unter Druck setzt.
Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe: Januar-Daten enttäuschen trotz Hype
Die von Destatis heute angekündigten Daten zum Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe für Januar 2026 mussten aufgrund technischer Probleme verschoben werden, doch die jüngsten Zahlen aus November und Dezember 2025 bieten bereits wertvolle Einblicke. Im November 2025 stieg der reale Auftragseingang saison- und kalenderbereinigt um 5,6 % gegenüber Oktober, ohne Großaufträge nur um 0,7 %.Destatis Pressemitteilung Dieser Zuwachs wurde vor allem durch massive Großaufträge in der Herstellung von Metallerzeugnissen (+25,3 %) und im Sonstigen Fahrzeugbau (+12,3 %) angetrieben.
Im Dezember 2025 setzte sich der Trend fort: Ein Plus von 7,8 % insgesamt, bei Investitionsgütern sogar 10,5 %. Experten wie die LBBW sehen hier endlich ein positives Signal für die Konjunktur, nach Monaten der Stagnation. Dennoch warnen Analysen vor Volatilität: Ohne Großaufträge bleibt das Wachstum moderat bei 0,9 %.
- Deutliche Zuwächse bei Investitions- und Vorleistungsgütern, Rückgang bei Konsumgütern um 5,3 %.
- Auslandsaufträge +5,6 %, Inlandsaufträge +10,7 % – ein Zeichen steigender Nachfrage aus Non-Eurozone-Ländern.
- Dreimonatsvergleich Q4 2025: +9,5 % gegenüber Q3.
Neuwagenverkäufe Februar 2026: Schwäche in der Automobilbranche
Die Neuwagenverkäufe im Februar 2026 fielen year-over-year um etwa 5-7 %, beeinflusst von anhaltender Unsicherheit in der Branche und Massenentlassungen bei Schlüsselspielern wie Bosch, Porsche, Mercedes und ZF. Trotz EU-weitem E-Auto-Boom bleibt der deutsche Markt schwach, mit Rückgängen in der Automobilzulieferkette um 6,3 % im Dezember.
Diese Entwicklung spiegelt strukturelle Probleme wider: Hohe Produktionskosten, Lieferkettenstörungen und sinkende Nachfrage nach Verbrennern. Im Kontrast dazu profitieren Sonstige Fahrzeuge (z. B. Militär, Schiffe) von Großaufträgen, was den Gesamtauftragseingang stützt.
Sektorale Gewinner und Verlierer: Technologische Treiber im Fokus
Neue Wissenspunkte unterstreichen den Wandel: Erstens boomt der Maschinenbau (+11,5 % im Dezember) durch Automatisierung und KI-Integration, ähnlich wie in energiehungrigen KI-Rechenzentren. Zweitens treiben Auslandsaufträge aus Asien den Export, mit +9,7 % Non-Eurozone. Drittens sinken Konsumgüteraufträge, was auf Rezessionsängste hinweist.
Beispiele: Rheinmetall und Airbus melden Rekordaufträge im Fahrzeugbau, während VW und BMW mit sinkenden Neuwagenzahlen kämpfen. Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe stieg im November um 2,7 %, ein Hoffnungsträger.
- Metallerzeugnisse: +30,2 % durch Großprojekte.
- Elektrische Ausrüstung: +9,8 %, getrieben von E-Mobilität.
- Automobil: -6,3 %, Sonstiger Fahrzeugbau volatil bei -18,7 %.
Analyse und Ausblick: Aktienempfehlungen, Wirtschaftseffekte und Zukunft
Konkrete Aktien: Kaufen Sie Rheinmetall und Siemens (starke Auftragszuwächse in Verteidigung und Maschinenbau). Halten Sie DAX-Konzerne wie BASF; verkaufen Sie Volkswagen und BMW aufgrund sinkender Neuwagenverkäufe und Stellenabbau.
Vor- und Nachteile für die Wirtschaft:
- Vorteile: Stärkung der Exporte, Job-Sicherung in High-Tech-Sektoren, Konjunkturimpuls durch Investitionsgüter.
- Nachteile: Abhängigkeit von volatilen Großaufträgen, Schwäche in Konsum und Auto, potenziell steigende Arbeitslosigkeit im Mittelstand.
Zukunftserwartung: Erwarten Sie moderates Wachstum bis 2026, getrieben von KI und Verteidigungsausgaben, aber Rezessionsrisiken durch Auto-Krise. Januar-Daten könnten Klarheit bringen; langfristig Reformen notwendig, wie in Wirtschaftsverbänden gefordert.
Handeln Sie jetzt: Fokussieren Sie Portfolios auf resilienten Exportsektoren – die Industrie erholt sich, doch Auto bleibt Schwachstelle. Bleiben Sie dran für Januar-Update.



Kommentar abschicken