Siemens Energy startet FY 2026 mit Rekordorders und steigenden Margen: Auswirkungen auf Energieaktien
Sind die Energieaktien bereit für einen starken Aufschwung? Siemens Energy hat am 11. Februar 2026 seine Q1-Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 veröffentlicht und übertrifft Erwartungen massiv: Rekordorders von 17,6 Milliarden Euro, mehr als verdoppelter Profit vor Sonderposten auf 1,16 Milliarden Euro und ein Free Cash Flow von 2,9 Milliarden Euro. Die Aktie sprang um über 5 Prozent, während verwandte Energieaktien wie Siemens AG von der positiven Stimmung profitieren könnten. Schwächere Sektorkollegen im Windbereich könnten hingegen unter Druck geraten.
Die Q1-Highlights: Rekordzahlen und starke Divisionen
Siemens Energy legte mit einem explosiven Quartalsstart los. Orders stiegen um 34 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro, getrieben von Gas Services mit 81-prozentigem Zuwachs auf 8,8 Milliarden Euro und Grid Technologies mit 22 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Der Order Backlog schwoll auf 146 Milliarden Euro an – ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,82 signalisiert Sichtbarkeit bis ins nächste Jahrzehnt.
Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, leicht unter Konsens, doch die Profitabilität explodierte: Der Gewinn vor Sonderposten verdoppelte sich auf 1,16 Milliarden Euro bei einer Marge von 12 Prozent, 200 Basispunkte über Erwartungen. Analysten von Jefferies loben die breite Margenexpansion, insbesondere bei Grid Technologies und Siemens Gamesa.
- Gas Services: Höchste Quartalsorders aller Zeiten, Marge auf 16,6 Prozent.
- Grid Technologies: Marge steigt auf 17,6 Prozent, gestützt durch Datencenter-Nachfrage.
- Transformation of Industry: Stabile Marge, trotz Untererwartungen im Umsatz.
Siemens Gamesa reduzierte Verluste auf 46 Millionen Euro (von 374 Millionen), unterstützt durch Einmaleffekte, aber mit klarem Pfad zur Break-even. Der Free Cash Flow vor Steuern verdoppelte sich auf 2,9 Milliarden Euro, dank Vorauszahlungen aus Gas-Orders. Die Bilanz endete mit 7,6 Milliarden Euro Nettocash und 11,8 Milliarden Euro Bargeld.
Strategische Treiber: Datencenter-Boom und Energiewende
Der anhaltende Datencenter-Boom treibt die Nachfrage nach Gas-Turbinen und Grid-Technologien an. CEO Christian Bruch betont: ‚Nachhaltig hohe Nachfrage in Gas-Turbinen und Grid-Technologien trägt maßgeblich zur Performance bei.‘ Dies spiegelt globale Trends wider: Der Ausbau von AI-Infrastruktur erfordert massive Stromnetze und zuverlässige Erzeugung.
Ein neuer Wissenspunkt: Siemens Energys Order-Backlog von 146 Milliarden Euro übertrifft den des Mutterkonzerns Siemens um Längen und positioniert das Unternehmen als Leader in der Energiewende. Im Vergleich zu FY 2025 mit 39,1 Milliarden Euro Umsatz wächst der Konzern dynamisch, mit 103.000 Mitarbeitern weltweit.
Weiterer Insight: Die Windsparte zeigt erste Erholungszeichen, doch der FCF bleibt negativ bei minus 545 Millionen Euro. Dies unterstreicht die Abhängigkeit von konventionellen Energien, während Erneuerbare langfristig skalieren.
- Datencenter-Erweiterungen in den USA und Europa boosten Grid-Orders um 22 Prozent.
- Gas Services profitiert von Modernisierungen alter Anlagen und Neubauten.
- Share Buyback bis zu 6 Milliarden Euro bis FY 2028 und Dividende von 0,70 Euro pro Aktie (ca. 600 Millionen Euro Auszahlung).
Marktreaktionen und Sektorvergleiche
Die Aktie von Siemens Energy (ENR) notierte nach Bekanntgabe 5 Prozent höher, was den Sektor belebte. Im Kontrast zu Rezessionsängsten in der deutschen Industrieproduktion demonstriert Siemens Energy Resilienz. Vergleichbar mit Baker Hughes im Ölservices-Sektor zeigt der Konzern Stabilität durch Tech-Impulse.
Statistik: Book-to-Bill von 1,82 vs. 1,12 bei Siemens AG unterstreicht überlegene Nachfrage. Fallstudie: Große Vorauszahlungen aus Gas-Orders katapultieren FCF weit über Jefferies-Prognose von 1 Milliarde Euro.
Ausblick FY 2026: Bestätigte Guidance mit Upside-Potenzial
Siemens Energy bestätigt: Umsatzwachstum 11-13 Prozent, Marge 9-11 Prozent, Nettoergebnis 3-4 Milliarden Euro, FCF 4-5 Milliarden Euro. Jefferies sieht ‚Upside‘ bei Margen und Cashflow.
Analyse: Kaufen Sie Siemens Energy und verwandte Grid-Spieler wie ABB oder Schneider Electric – starke Fundamentals und Datencenter-Tailwinds. Halten Sie Windaktien wie Vestas; verkaufen Sie reine Offshore-Wind-Firmen mit hohem FCF-Drain. Für die Wirtschaft bedeuten höhere Energieinvestitionen Wachstum durch Jobs (103.000 bei Siemens Energy) und Infrastruktur, aber Abhängigkeit von Gas birgt CO2-Risiken und Übergangskosten. Zukünftig erwartet der Sektor Expansion durch AI-gestützte Netze und Hybridsysteme bis 2030, mit Siemens Energy als Vorreiter – potenziell 20 Prozent jährliches Orderwachstum.
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