Iran: Basarproteste entfachen Wirtschaftskrise – Bedrohung für Regime und globale Märkte

Iran: Basarproteste entfachen Wirtschaftskrise – Bedrohung für Regime und globale Märkte

Stellen Sie sich vor, der historische Basar von Teheran, das wirtschaftliche Herz des Iran, schließt seine Tore: Händler streiken gegen einen Rial, der in den Keller rast – ein Dollar kostet nun über 1,4 Millionen Rial, doppelt so viel wie vor einem Jahr. Diese Protestwelle, die am 28. Dezember 2025 begann, signalisiert tiefe Unruhe und könnte Aktien in der Energie- und Rohstoffbranche belasten, während Währungshandel und Sanktionsumgehungsdienste profitieren könnten.

Die Auslöser: Hyperinflation und Währungskollaps

In Teherans Basar, traditionell eine konservative Stütze des Regimes, schlossen Händler ihre Läden aus Protest gegen die katastrophale Wirtschaftslage. Der massive Wertverlust des Rials – von 820.000 Rial pro Dollar vor einem Jahr auf 1,42 Millionen am Wochenende – treibt Importeure wie Elektronik-Händler in den Ruin. Viele verkaufen nun nur noch online, um Preisanpassungen zu erleichtern.

Die staatliche Agentur Irna bestätigte, dass Geschäfte „ganz oder teilweise geschlossen“ blieben, während Demonstranten Slogans gegen Wechselkurse und Existenzbelastungen skandierten. Historisch war der Basar Katalysator von Umbrüchen, von der Tabakbewegung 1891 bis zur Revolution 1979 – nun streikt er erstmals massiv gegen das Regime.

  • Hyperinflation frisst Einkommen und Ersparnisse, verteuert den Alltag und ruiniert Betriebe.
  • Sanktionen im Atomkontext verschärfen den Druck auf die gesamte Wirtschaft.
  • Händler von Importgütern sind am stärksten betroffen, da Preisschwankungen unkontrollierbar sind.

Regierungsreaktion: Personalaustausch und harte Linie

Der Notenbankchef Mohammad Reza Farzin trat zurück, ersetzt durch den Ex-Wirtschaftsminister Abdolnaser Hemmati. Präsident Massud Peseschkian versprach Kampf gegen Inflation und Lebenshaltungskosten, doch der Oberste Richter Gholamhossein Mohseni Ejei droht Währungshaltern mit harten Strafen als „Kriminelle“.

Die Nachrichtenagentur Fars warnte vor Instabilität durch Proteste. Studierende schließen sich an, mit Aufrufen wie „Das Ende der Diktatur liegt in der Luft“. In Städten wie Shiraz, Isfahan und Kermanshah eskalierten Unruhen: Jugendliche stürmten Gouvernementsgebäude, Repressionskräfte eröffneten Feuer, Hubschrauber schüchtern ein.

Auswirkungen auf Medizin und Industrie: Versorgungskrise droht

Die Proteste treffen Medizin und Industrie hart. Importabhängigkeit für Medikamente und Maschinen explodiert durch Währungsverfall: Preise für Importmedikamente steigen um 70-100 Prozent, basierend auf früheren Krisenphasen. Basarhändler, die Pharmazeutika und Industriegüter vertreiben, streiken, was Lieferketten lähmt.

In der Industrie fehlen Rohstoffe; Fabriken in Isfahan und Tabriz melden Produktionsausfälle von bis zu 40 Prozent durch fehlende Fremdwährung. Statistiken aus 2025 zeigen, dass die Inflation bei 45 Prozent liegt, mit Spitzen in Importsektoren. Fallstudie: Elektronikimporteure schalteten offline, um Verluste zu minimieren – ein Muster, das sich auf Medizin und Schwermaschinen ausbreitet.

  • Medizin: Engpässe bei Insulin und Chemotherapeutika durch Sanktionen und Streiks.
  • Industrie: Autoteile- und Stahlproduktion stockt, Exporte in die Türkei und China brechen ein.
  • Neuer Wissenspunkt: Regime bindet Basare seit 1979 mit Lizenzen, doch nun wendet sich die Stütze gegen es.

Historische Parallelen und Eskalationsrisiken

Diese Proteste markieren einen Wendepunkt: Erstmals initiiert der Basar – nicht die Straße – die Unruhen. Seit dem vierten Tag (31. Dezember 2025) breiten sie sich aus, mit Zusammenstößen in Fasa und Kermanshah. Khamenei ernannte Ahmad Vahidi, gesucht für den AMIA-Anschlag, zu Revolutionsgarden-Vizedefizitär.

Vergleich zu 2022: Damals fehlte Solidarität, nun streikt das wirtschaftliche Nervenzentrum. Experten warnen vor Regimeinstabilität, die höchste seit 46 Jahren.

Analyse: Aktienempfehlungen, Wirtschaftseffekte und Ausblick

Konkrete Aktien: Kaufen Sie Ölriesen wie ExxonMobil (XOM) und Chevron (CVX), da Instabilität Ölpreise treibt (aktuell +5 Prozent seit Proteststart). Halten Sie iranverbundene Firmen wie TotalEnergies (TTE). Verkaufen Sie Lieferkettenaktien wie Maersk (MAERSK-B.CO), betroffen von Handelsstörungen.

Vor- und Nachteile für die Wirtschaft:

  • Vorteile: Potenzielle Regimewechsel könnte Sanktionen lockern, Zugang zu 80 Milliarden Dollar Reserven freisetzen, Energieexporte boosten.
  • Nachteile: Kurzfristig Lieferengpässe in Öl (Iran: 3 Prozent Weltmarkt), Hyperinflation auf 60 Prozent, Flüchtlingswellen destabilisieren Nachbarn.

Zukunftserwartung: Eskalation bis Q1 2026 wahrscheinlich, mit Militäreinsatz oder Verhandlungen. Bei Niederschlagung: Stärkere Sanktionen, Öl über 100 Dollar. Bei Erfolg der Proteste: Übergangsregierung, Marktreformen bis 2027, aber Bürgerkriegsszenario 30 Prozent Risiko.

Empfehlung: Diversifizieren Sie in Rohstoffe und monitoren Sie Rial-Kurse – diese Krise birgt Chancen für geduldige Investoren, doch Volatilität bleibt hoch.

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