Deutsche Lufthansa veröffentlicht 3. Zwischenbericht 2025: Starkes Wachstum inmitten wirtschaftlicher Unsicherheiten

Deutsche Lufthansa veröffentlicht 3. Zwischenbericht 2025: Starkes Wachstum inmitten wirtschaftlicher Unsicherheiten

Steigt die Aktie der Deutschen Lufthansa heute nach Veröffentlichung des 3. Zwischenberichts 2025 um bis zu 5 %, oder drücken anhaltende Unsicherheiten durch Inflation und geopolitische Spannungen den Kurs? Die Lufthansa Group meldet für die ersten neun Monate 2025 ein Adjusted EBIT von 1.480 Mio. EUR, ein Plus von 26 % gegenüber dem Vorjahr, was Investoren optimistisch stimmt. Während Passagierzahlen boomen, könnten Logistik-Helden wie Lufthansa Cargo Gewinner sein, Airlines-Aktien hingegen unter Kostensteigerungen leiden.

Ergebnisentwicklung der Lufthansa Group

Die Lufthansa Group hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 beeindruckende Fortschritte erzielt. Umsatzerlöse kletterten um 5 % auf 29.648 Mio. EUR, getrieben durch ein erweitertes Flugprogramm und starkes Wachstum in Logistik und Technik. Operative Aufwendungen stiegen ebenfalls um 5 % auf 30.467 Mio. EUR, vor allem durch höhere Gebühren und Personalkosten, doch niedrigere Treibstoffpreise und weniger Streiks kompensierten dies teilweise.

Das Adjusted EBIT verbesserte sich markant um 26 % auf 1.480 Mio. EUR, mit einer Marge von 5,0 % – der höchsten seit der Corona-Krise. Der Adjusted Free Cashflow explodierte um 83 % auf 1.842 Mio. EUR, unterstützt durch höheren operativen Cashflow und geringere Investitionen. Die Net Debt/Adjusted EBITDA sank auf 1,6, ein klares Zeichen finanzieller Stabilität.

  • Passagier-Airlines: Kapazität +4 %, Adjusted EBIT +11 % auf 914 Mio. EUR dank Turnaround-Programm und höchster Pünktlichkeit seit Pandemie.
  • Logistik: Verkehrsleistung ausgebaut, Adjusted EBIT +254 % auf 184 Mio. EUR.
  • Technik: Leichter Rückgang um 6 % auf 440 Mio. EUR durch US-Dollar-Abwertung und Kostensteigerungen.

Passagiergeschäft im Boom trotz Herausforderungen

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Flugreisen, besonders zu touristischen Zielen, trieb die Verkehrsleistung der Passagier-Airlines der Lufthansa Group weiter an. Das Turnaround-Programm von Lufthansa Airlines stabilisiert den Betrieb nachhaltig: Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit erreichen Höchststände seit Corona. Dennoch drücken rückläufige Durchschnittserlöse im Passagiersegment, was durch Zusatzerlöse und Kapazitätserweiterung ausgeglichen wird.

Im Vergleich zu 2020, als die Flotte schrumpfte und Umsätze um 63 % einbrachen, zeigt 2025 eine klare Erholung. Damals sank das Adjusted EBIT auf minuswerte, heute glänzt es positiv. Diese Entwicklung unterstreicht die Resilienz des Sektors, wie auch in unserem Artikel zu DAX-Konzernen im Fokus beleuchtet.

Starkes Logistikgeschäft als Wachstumsmotor

Lufthansa Cargo sticht als Star heraus: Das Adjusted EBIT vervierfachte sich quasi auf 184 Mio. EUR, bei ausgeweiterter Verkehrsleistung. Dies kontrastiert mit dem Technikbereich, wo Inflation, Zölle und Währungseffekte bremsen. Die Prognose für ganz 2025 bleibt unverändert positiv: Klarer Umsatzanstieg und deutlich höheres Adjusted EBIT erwartet.

Neue Wissenspunkte unterstreichen die Tiefe: Erstens, der positive Cashflow-Effekt durch Steuerzuflüsse aus abgeschlossenen Prüfungen. Zweitens, sinkende Pensionsverpflichtungen um 438 Mio. EUR dank höherer Diskontierungszinsen. Drittens, die Flottenanpassung aus der ReNew-Ära zahlt sich aus, mit schlankerer Struktur und 28.000 Abgängen seit 2020.

  • Vergleich zu Vorjahr: Umsatz +5 %, EBITDA-Marge +0,8 Punkte.
  • Finanzielle Kennzahlen: Adjusted Net Debt/Adjusted EBITDA bei 1,6 (Ziel unter 2,0).
  • Operative Stabilität: Weniger Unregelmäßigkeiten durch Turnaround.

Einfluss wirtschaftlicher Unsicherheiten

Inmitten globaler Turbulenzen wie Inflation und geopolitischen Risiken – siehe Straße von Hormus Blockade – hält Lufthansa stand. Treibstoffkosten sanken, doch Personal und Gebühren steigen. Die Branche profitiert von Reisenachfrage, leidet unter Streiks und Währungen. Ähnlich wie bei Kühne+Nagel zeigt Logistik Robustheit.

Statistiken: Kapazität +4 %, Verkehrsreisende trotz sinkender Erlöse pro Passagier. Fallstudie Lufthansa Cargo: Von 52 Mio. EUR auf 184 Mio. EUR EBIT – ein Modell für Diversifikation.

Analyse der Erkenntnisse: Lufthansa-Aktie kaufen, da Wachstum überdurchschnittlich und Verschuldung sinkt; verkaufen bei Airlines-Konkurrenten wie Ryanair, wenn Treibstoffpreise rebounden. Halten bei Technik-Anbietern wie MTU. Für die Wirtschaft: Vorteile durch Jobwachstum in Logistik und Tourismus, Nachteile via höhere Transportkosten bei Inflation. Zukunft: Erwartetes EBIT-Wachstum 2026 durch KI-Optimierung und Flottenmodernisierung, doch geopolitische Risiken wie Ölpreisschocks könnten bremsen. Prognose: Stabiles Plus von 10-15 % Umsatz, getrieben von Asien-Boom.

Empfehlung: Positionieren Sie sich long in Lufthansa und Cargo-bezogenen Werten, diversifizieren Sie mit DAX-Stars für Resilienz gegen Unsicherheiten.

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