Deutsche Industrieproduktion im Aufwind: 2,1 Prozent Wachstum durch Investitionsgüter und Verteidigungsaufträge
Die deutsche Industrieproduktion hat kürzlich um 2,1 Prozent zugelegt, getrieben vor allem durch starke Nachfrage nach Investitionsgütern und Verteidigungsaufträgen. Welche Sektoren profitieren am meisten, und welche Aktien wie Rheinmetall oder Siemens könnten hier glänzen, während Exportabhängige wie Volkswagen unter Druck geraten?
Die Treiber hinter dem Produktionsanstieg
Staatliche Investitionen und ein Boom bei Ausrüstungsgütern bilden die Basis dieses Wachstums. Experten des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) prognostizieren, dass Ausrüstungsinvestitionen 2026 um 4,4 Prozent zulegen werden, unterstützt durch zusätzliche Ausgaben für Verteidigung und Investitionsförderung.IMK-Prognose Der Industriestrompreis trägt ebenfalls bei, indem er Produktionskosten senkt und Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Bauinvestitionen wenden sich ebenfalls nach oben: Nach einem Rückgang um 1,3 Prozent 2025 steigen sie 2026 um 2,5 Prozent, angetrieben von Infrastrukturprogrammen. Dies markiert einen shift von exportgetriebenem zu binnenwirtschaftlichem Wachstum.
- Investitionsgüter: Maschinenbau und Anlagen profitieren direkt von steigenden Aufträgen.
- Verteidigungssektor: Beschaffungen für Bundeswehr sorgen für Vollauslastung bei Rüstungsfirmen.
- Staatliche Impulse: Sondervermögen für Infrastruktur und Verteidigung pumpen rund 1 Prozent des BIP in die Konjunktur.
Prognosen der Expertenhäuser
Das IMK sieht für 2026 ein BIP-Wachstum von 1,2 Prozent, nach 0,1 Prozent 2025. Hauptfaktoren sind öffentliche Investitionen und privater Konsum. Das ifo-Institut ist vorsichtiger mit 0,8 Prozent Wachstum und warnt vor Strukturproblemen wie Bürokratie und veralteter Infrastruktur.ifo-Prognose
Der IWF hebt seine Schätzung auf 1,1 Prozent an und betont, dass Milliardenausgaben US-Zölle abfedern. Destatis bestätigt für 2025 ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent nach zwei Rezessionsjahren.
- Inflation stabilisiert sich bei 2,0-2,2 Prozent.
- Arbeitslosigkeit bei 6,3 Prozent, Erwerbstätige leicht rückläufig.
- Inlandsnachfrage übernimmt die Führung vor Exporten.
Neue Wissenspunkte: Sektorale Gewinner und Verlierer
Erstens: Der Verteidigungsboom führt zu Rekordaufträgen. Rheinmetall meldet steigende Umsätze durch Panzer- und Munitionsbestellungen, was die Aktie 2025 um über 100 Prozent hob. Zweitens: Investitionsgüterhersteller wie Siemens und TSMC profitieren von Digitalisierungs- und Automatisierungsprojekten. Drittens: Währenddessen bremsen globale Handelskonflikte Exporte, wie in Analysen zu Trump-Zöllen beschrieben.
Beispiel Rheinmetall: Im Q4 2025 stiegen Aufträge um 40 Prozent, getrieben von NATO-Bestellungen. Fallstudie: Das Sondervermögen Verteidigung (100 Milliarden Euro) hat bereits 2025 zu 15 Prozent höheren Rüstungsinvestitionen geführt. Statistik: Industrieproduktion in Investitionsgütern +3,5 Prozent, Verteidigung +5,2 Prozent (geschätzt aus IMK-Daten).
Aktienempfehlungen und Wirtschaftsanalyse
Kaufen: Rheinmetall (RHM.DE) und Hensoldt – hohe Margen durch Verteidigungsaufträge. Siemens (SIE.DE) für Investitionsgüter. Halten: Maschinenbau wie Krones. Verkaufen: Exportstarke Autoaktien wie Volkswagen (VOW3.DE), da Zölle drücken.
Vorteile für die Wirtschaft: Stärkung der Binnenkonjunktur, Job-Sicherung in Industrie (ca. 200.000 neue Stellen prognostiziert), Auflösung des Investitionsstaus. Nachteile: Abhängigkeit von Fiskalausgaben erhöht Schuldenquote, Inflation könnte steigen, wenn Energiepreise kippen.
Zukunftsausblick
2027 könnte Wachstum auf 1,5 Prozent klettern, wenn Reformen greifen: Digitalisierung und Bürokratieabbau sind Schlüssel. Risiken: Eskalierende Zölle und China-Nachfragerückgang. Erwartung: Verteidigungssektor wächst weiter bei 10 Prozent jährlich, Investitionsgüter bei 5 Prozent.
Für Investoren: Positionieren Sie sich jetzt in Rüstung und Maschinenbau – der Aufschwung ist binnengetrieben und resistent gegen globale Stürme. Diversifizieren Sie mit Fokus auf EU-Förderprogramme.
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