Trump-Zölle treffen deutsche Wirtschaft dreifach: Export-Kollaps, China-Nachfrage und Konkurrenz-Druck
Die deutsche Wirtschaft steht unter massivem Druck. Nachdem 2025 endlich wieder ein Wachstum von 0,2 Prozent erreicht wurde – das erste Plus nach zwei Rezessionsjahren – droht dieses fragile Wachstum durch die Trump-Zölle zu erodieren. Doch es geht nicht nur um die direkten Zollbelastungen auf deutsche Exporte in die USA. Das eigentliche Problem ist vielschichtiger und trifft die deutsche Wirtschaft auf gleich drei Ebenen gleichzeitig. Welche Branchen leiden am meisten? Welche Aktien sind betroffen? Und wie wird sich diese Situation in den kommenden Monaten entwickeln?
Die dreifache Belastung: Wie Trump-Zölle Deutschland lahmlegen
Das Geschäft mit den USA ist für Deutschland essentiell. Die Vereinigten Staaten waren bis ins vergangene Jahr mit einem Anteil von knapp zehn Prozent der wichtigste Exportmarkt Deutschlands. 2024 gingen deutsche Waren im Wert von 161 Milliarden Euro in die USA. Doch im November 2025 lag das US-Geschäft bereits um fast ein Viertel unter dem Vorjahresniveau – ein dramatischer Einbruch.
Nach Aussage von Lisandra Flach, Leiterin des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, treffen die US-Zölle Deutschland in dreifacher Weise: „Erstens, weil Deutschland weniger in die USA exportiert und zweitens, weil die Zölle Chinas Wirtschaft treffen und damit die Nachfrage nach deutschen Waren sinkt. Drittens, weil China wegen Trumps Zöllen nach neuen Märkten sucht und Waren verstärkt nach Europa umgelenkt werden, was Deutschland Konkurrenz macht.



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