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Schweizer Erzeugerpreise (PPI) für Juni 2025 veröffentlicht: Neue Impulse für Wirtschaft und Industrie

Schweizer Erzeugerpreise (PPI) für Juni 2025 veröffentlicht: Neue Impulse für Wirtschaft und Industrie

Schweizer Produzentenpreise: Neue Zahlen für Juni 2025 setzen Impulse

Wie entwickeln sich aktuell die Produzentenpreise in der Schweiz? Diese Frage ist von zentraler Bedeutung für Unternehmen, Investoren und Konsumenten gleichermaßen. Die neusten Daten zu den Erzeugerpreisen für Juni 2025 liefern wichtige Hinweise zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie und zur Preisentwicklung in der gesamten Wirtschaft.

Aktuelle Entwicklung der Produzentenpreise

Laut einer aktuellen Tagesvorschau wurden die Juni-Zahlen für die Schweizer Erzeugerpreise (PPI) veröffentlicht. Sie spiegeln wider, wie sich die Preise industrieller Güter auf der ersten Wirtschaftsstufe entwickelt haben. Im Vergleich zum Mai zeichnet sich bei den Produzentenpreisen eine leichte Stabilisierung ab, nachdem im Vormonat zuletzt stärkere Schwankungen zu bemerken waren.

Insgesamt blieb die Ausweitung der Preise in der Industrie im Juni moderat. Insbesondere in den exportrelevanten Sektoren zeigt sich die Preisentwicklung robust, was auf die anhaltend stabile Nachfrage im Ausland und eine weiterhin hohe Innovationskraft der Schweizer Industrie hindeutet.

Kernpunkte der aktuellen Produzentenpreiszahlen

  • Leichte Preissteigerung: Die Konsumentenpreise – ein wichtiger Referenzwert für die PPI-Entwicklung – stiegen laut Bundesamt für Statistik im Juni 2025 gegenüber Mai um 0,2%. Das steht im Gleichklang mit den jüngsten Trends, die sich auch in anderen Preisindizes der Schweiz beobachten lassen. Mehr dazu hier.
  • Stabilität bei Inlandgütern: Die Preise für inländisch produzierte Güter zeigten sich stabil bis leicht steigend. Besonders bemerkenswert ist, dass die Preisstabilität trotz international angespannter Lieferketten anhält.
  • Importgüter unter Druck: Für importierte Güter blieb der Preisindex nahezu unverändert. Dies signalisiert eine gewisse Entspannung bei den globalen Rohstoff- und Vorleistungsgütermärkten.

Marktdynamik und Einflussfaktoren

Die Preisentwicklung wurde im Juni maßgeblich durch mehrere Faktoren beeinflusst:

  • Höhere Preise in der Hotellerie und Parahotellerie sowie für Pauschalreisen ins Ausland setzten Impulse nach oben.
  • Preise für Mieten privater Verkehrsmittel und diverse frische Gemüsesorten stiegen ebenfalls.
  • Rückläufig waren hingegen die Preise im Luftverkehr sowie für Benzin und Steinobst.

Der Wirtschaftskalender von XTB unterstreicht, dass insbesondere internationale Handelsverhandlungen sowie Wechselkurseffekte zwischen Franken und Euro/US-Dollar die Importpreise besonders beeinflussen.

Bedeutung für Unternehmen und Märkte

Die aktuelle Entwicklung der Erzeugerpreise ist ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Verbraucherpreise (CPI). Branchen wie die Maschinenindustrie, die Pharma- und Chemiebranche – darunter Schwergewichte wie Novartis oder Roche – verfolgen diese Zahlen genau, da sie Rückschlüsse auf Margenentwicklungen und Anpassungsdruck im internationalen Wettbewerb erlauben.

Für die exportorientierte Industrie bleibt ein moderates Preisniveau vorteilhaft, da es die Konkurrenzfähigkeit auf den globalen Märkten stärkt. Zugleich profitieren Konsumenten von einer insgesamt stabilen Preisentwicklung.

Statistische Beispiele und Marktentwicklung

  • Die jährliche Teuerung lag im Juni lediglich bei 0,1%, was auf eine sehr niedrige Inflationsdynamik bei Herstellern hinweist.
  • Der Kerninflationswert (ohne Nahrungsmittel und Energie) zeigte im Juni einen leichten Anstieg auf 0,6%, nachdem im Mai noch ein 44-Monatstief von 0,5% verzeichnet wurde.
  • Nach einer Flaute im Frühjahr sind damit wieder moderate Preisanpassungen nach oben zu beobachten, jedoch weit entfernt von einer Überhitzung.


Die aktuellen Produzentenpreise bieten der Schweizer Wirtschaft einige Vorteile: Planungssicherheit und moderate Kostensteigerungen fördern Innovation und Investitionen. Nachteilig könnte eine zu geringe Preisdynamik mittelfristig für exportabhängige Unternehmen werden, da hohe Lohnkosten der Schweiz ohne Preisanpassungen schwerer kompensiert werden. In Zukunft ist mit einer weiterhin sehr moderaten, jedoch stabilen Preisentwicklung zu rechnen – vorausgesetzt, kaum externe Schocks wie Lieferkettenprobleme oder starke Währungsschwankungen. Dies schafft ein berechenbares Umfeld für Investitionen, Modernisierung und Beschäftigung – sowohl für Unternehmen als auch für Konsumenten. Die Hoffnung bleibt, dass die Innovationskraft der Schweiz und das nachhaltige Wirtschaften weiter gestärkt werden.

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