VDMA-Bericht zum Maschinenbau-Auftragseingang: Rückgang im Dezember 2024 und düstere Prognosen für 2025 – Auswirkungen auf Industrie und Aktien
Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland kämpft weiter mit sinkenden Aufträgen: Im Dezember 2024 stieg der Auftragseingang nur leicht um 1 Prozent, doch das gesamte Jahr endete mit einem realen Minus von 8 Prozent. Welche Aktien wie Infineon trotz Herausforderungen profitieren könnten, während traditionelle Maschinenbauer leiden?
Der Jahresrückblick 2024: Enttäuschende Bilanz trotz Dezember-Zuwachs
Im Inland sanken die Aufträge um 13 Prozent, aus dem Ausland kamen 5 Prozent weniger Bestellungen – Euro-Länder minus 9 Prozent, Nicht-Euro-Länder minus 4 Prozent. Großaufträge sorgten im Dezember für einen leichten Zuwachs von 1 Prozent, getrieben durch 13 Prozent mehr aus Nicht-Euro-Regionen. Dennoch enttäuschte das Inland mit minus 19 Prozent.
VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann betont: „Das Warten auf die Trendwende geht weiter.“ Die Branche verbucht das zweite Jahr in Folge flächendeckend Minuszahlen. Im Drei-Monats-Zeitraum blieb der Auftragseingang schwach.
- Realer Gesamtrückgang 2024: 8 Prozent
- Inland: -13 Prozent
- Ausland: -5 Prozent
Auftragseingang 2025: Von leichten Erholungen zu tieferen Rückgängen
Im Januar 2025 verpassten die Aufträge das Vorjahr knapp mit minus 2 Prozent; Euro-Länder plus 13 Prozent, Nicht-Euro minus 5 Prozent, Inland minus 6 Prozent. Im Drei-Monats-Zeitraum November 2024 bis Januar 2025: Gesamt minus 2 Prozent, Ausland plus 1 Prozent.
Bis August 2025 pendelte der Auftragseingang: Vier Plus- und vier Minustage, August minus 7 Prozent. Im September minus 19 Prozent, Februar überraschend plus 8 Prozent. Bis November 2025 stagnierte der kumulierte Auftragseingang auf Vorjahresniveau.
In Bayern stieg er im November 2025 um 12 Prozent, im Oktober um 21 Prozent – regionale Unterschiede sind markant.
- Januar 2025: -2 Prozent Gesamt
- August 2025: -7 Prozent
- September 2025: -19 Prozent
Produktionsprognosen und Branchenherausforderungen
VDMA prognostizierte zunächst für 2025 ein Produktionsminus von 2 Prozent, senkte es später auf minus 5 Prozent – nach 8 Prozent Rückgang 2024. In den ersten zehn Monaten 2024 sank die Produktion um 6,8 Prozent, Kapazitätsauslastung Oktober 2024 bei 79,1 Prozent.
Präsident Bertram Kawlath nennt Kriege, Protektionismus und Strukturbrüche als Belastungen. Sinkende Zinsen könnten Investitionen beleben, doch kein Aufschwung erwartet. Für 2026: Moderate Erholung mit plus 1 Prozent.
Neuer Wissenspunkt: Regionale Dynamik in Bayern und Baden-Württemberg zeigt Potenzial durch Spezialisierung auf High-Tech-Maschinen. Ein weiterer: AI-getriebene Nachfrage stabilisiert Teile der Branche, wie bei Halbleitern.
- Produktion 2024: -8 Prozent
- Prognose 2025: -5 Prozent
- Kapazitätsauslastung: Unter 80 Prozent
Technologische Trends und Beispiele aus der Praxis
Trotz Rückgängen treiben Trends wie Industrie 4.0 und KI-Fabriken Innovationen. Fallstudie: Bayerischer Maschinenbau mit 21 Prozent Orderplus im Oktober 2025 durch Exporte in Asien.
Statistik: Statista zeigt Schwankungen von plus 8 Prozent im Februar 2025 bis minus 19 Prozent im September. VDMA fordert politische Maßnahmen für den Mittelstand.
Aktienempfehlungen, wirtschaftliche Vor- und Nachteile sowie Ausblick
Kaufen: Infineon und DMG Mori – AI-Boom und Exportstärke bieten Puffer. Halten: Breit diversifizierte wie Siemens. Verkaufen: Reine Inland-orientierte Zulieferer mit hoher Abhängigkeit von schwachem Binnenmarkt.
Vorteile für Wirtschaft: Sinkende Zinsen fördern Investitionen, Exporte stabilisieren Beschäftigung. Nachteile: Unterauslastung erhöht Insolvenzrisiken, Arbeitslosigkeit steigt – siehe Arbeitsmarktdaten.
Zukunft: Leichte Erholung 2026 mit plus 1 Prozent Produktion, getrieben durch AI und grüne Tech. Langfristig: Abhängigkeit von Globalisierung mindern durch Digitalisierung.
Empfehlung: Positionieren Sie sich in Tech-getriebenen Maschinenbauern – der Sektor erholt sich langsam, doch nur mit politischem Rückenwind.



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